Donnerstag, 21. Mai 2015

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien.... oder wie plant man einen Teeny-Geburtstag: zitronige Mini-Amerikaner mit Schokoglasur


Tja, was soll ich Euch sagen? Das war es wohl für mich und für meine tollen und clever ausgetüfftelten Motto-Kindergeburtstage. Diese Erfahrung durfte ich in den letzten Wochen machen, stand doch der erste richtige Teeny-Geburtstag uns bevor. Wenn ich die letzten 13 Jahre gedanklich durch gehe, waren da wirklich tolle Dinge dabei: der erste Geburtstag stand ganz unter dem Thema Winnie Puuh, der 2. Geburtstag war sehr "Nemo" lastig. Der dritte kam daher galoppiert und beim vierten war es gleich ein ganzer Bauernhof. Wir hatten am fünften Geburtstag wilde Piraten im Haus und am sechsten Arielle und ihre Freunde zu Besuch.Waldgeburtstag, Abenteuerland und Rockstarparty. Darauf folgten die Sleepover-Party und "Das perfekte Dinner" und die Nachteulenfete. Und nun???


Es folgt ein Dialog zwischen einer Mutter und ihrer fast dreizehnjährigen Tochter:

"Schatzi, was möchtest du an deinem Geburtstag machen?"
"Weiß Nicht!"
"Wie wäre es denn mit Kino?"
"Öde!"
"Mhm, oder Kletterpark?"
"Kennen doch alle schon!"
" Schatzi, wir können auch eine Schatzsuche machen?!"
"Mama, ich werde 13 Jahre alt!"
(kleinlaut) "Ok!"


Diese Form von Unterhaltung findet in letzter Zeit immer öfter statt,
aber immerhin: Wir reden miteinander :-)
Am Ende unseres Dialogs kam gottseidank der Geistesblitz meines Mannes, der vorschlug eine Art "moderne" Schatzsuche zu veranstalten. "Geocaching" heißt die Lösung, verpackt in eine lustige Story. Anschließend lecker Pizza selber machen, Cocktails schlürfen, Photo Booth und Filme schauen bis die Augen von alleine zu fallen. Halleluja, wir hatten ein Motto... einen Plan gefunden.


Und wer hätte das gedacht, little Teeny-Queeny wünschte sich leckere Mini-Amerikaner mit Smarties (!) zum Geburtstag !!! Yeahhhhh, so ganz ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Meine kleine Große ist eben doch noch eine große Kleine .... Erwachsen wird man schnell genug, oder?!


Zitronige
Mini-Amerikaner


Für den Teig:
100 g weiche Butter
100 g Zucker
1x Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
250 g Mehl
2 Tl Backpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
4 El Milch
Abrieb von einer 1 Bio-Zitrone
-----------------------
100 g Vollmilchkuvertüre
100 g Zartbitterkuvertüre
Mini-Smarties

Ofen auf 200 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Backblech mit Bachpapier auslegen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel schaumig rühren. Eier nacheinander unterrühren.
Mehl, Puddingpulver und Backpulver mischen 
und unter den Teig rühren.
Milch und Zitronenabrieb dazu geben und alles vermischen.
Den Teig mit 2 Esslöffeln als kleine dicke Kreise 
auf dem Bachblech verteilen.
(Tip: Ein schöneres Ergebniss erreicht man, wenn man den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllt und Kreise auf das Blech spritzt.)
 Dabei genug Abstand zwischen den Teigkreisen lassen,
denn die Amerikaner verlaufen im Ofen. 
Lieber 2 Backbleche nacheinander backen.
Ca. 15 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und 
dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen

Kuvertüre schmelzen und die Amerikaner damit bestreichen. Mit den Mini-Smarties bestreuen.

(Abgeändert nach einer Rezeptidee von Zucker, Zimt und Liebe)



Wie der Geburtstag war? Toll!!! Es war für meinen Mann und mich einer der relaxten Geburtstagfeiern, die wir organisieren durften. Etwas Vorarbeit bedurfte es und als dann alle Gäste da waren, organisierten sich die Mädels fast von alleine. Die moderne "Schatzsuche", die davon handelte das Miss Kittys Beautysalon ausgeraubt wurde und Spuren sicher gestellt werden mussten, war der absolute Krachen und zur Belohnung gab es ein Schatzkästchen mit einigen Beautyutensilien wie Lipgloss, Nailtatattoos, Ohrringen und dem passenden Rezept für Erdbeer-Caipi (alkoholfrei)


Als die selbstgemachte Pizza im Ofen war, ging es in den "Fotoautomaten". Dank verschiedener Apps lassen sich wunderschöne Fotos schießen, die wie damals in den 70ern aus den Autumaten kamen. Dazu noch ein paar Photo-Booth-Utensilien und die Girlz konnten loslegen. Das war ein richtiger Spaß.....



Ich bin schon auf die nächsten Feiern gespannt.
Es wird nicht besser, sondern nur anders!
;-)
In diesem Sinne...
Salut... Eure mellimille

Donnerstag, 14. Mai 2015

*Rezension* 'A Tavola' von Christian Henze .... Pizzabrot mit Dip und Hähnchen-Piccata mit Spaghetti in Gorgonzola-Speck-Sauce



Heute habe ich etwas Herzhaftes für Euch. Etwas Herzhaftes, das perfekt zum Vatertags-Bierchen passt und eine gute Grundlage bietet für das 2. Bierchen. Aber nein, es schmeckt auch hervorragend zu einem Glas Vino oder zu einer Rhabarberschorle.... Es handelt sich um einen einfachen Italio-Klassiker, der zu so vielem paßt: das Pizzabrot! Wir essen es zum Salat, abends zum Glas Wein und im Sommer liebend gern am Strand. Einfach so zum weg knabbern.
Dieses Rezept habe ich aus einem ganz wundervollen Buch, von dem ich hier zu Hause als "meine neue Bibel" spreche. Aber seht selbst, denn ich habe hier die Rezension zu diesem tollen Buch:



  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (9. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351709319X
  • ISBN-13: 978-3517093192

  • Vorschautext des Buches: 
  • Die echte Cucina Italiana für zu Hause
Italien ist und bleibt unser liebstes Reiseziel, vor allem wegen seiner Küche. Wie wunderbar wäre es, wenn wir uns Italien und die cucina italiana nach Hause holen könnten, sodass wir das ganze Jahr etwas davon haben ... Christian Henze zeigt, wie das geht und bringt mit seinen liebsten Rezepten von antipasti bis dolci die pure dolce vita auf den Tisch. Wie immer werden seine Gerichte aus überall erhältlichen Zutaten zubereitet, sie sind schnell, einfach und ehrlich – und dieses Mal wunderbar mediterran.

Mein Fazit über das Buch:

Wie Ihr vielleicht schon von meinen ersten Anmerkungen ("meine Bibel") erkennen könnt, bin ich regelrecht verliebt in dieses Buch. Zum einen hat es eine wundervolle Aufmachung. Viele Bilder vermitteln das Gefühl von Italia, von la famiglia und von mangiare in compagnia. Um so erstaunlicher, dass kein einziges Bild in Italien aufgenommen wurde, sondern alle hier in Germania. Auf einem Hof im mittelfränkischen Rittern möchte Christian Henze uns zeigen, wie einfach es ist die cucina italiana und das passende Italienfeeling an jeden Ort der Welt zu transportieren oder zu sich nach Hause zu holen. "Sich schnell mal nach Italien kochen" war dabei sein Hintergedanke und das ist im perfekt gelungen. Beim ersten Durchblättern verspürte ich sofort Lust nach Italien zu reisen. Da dies aber nicht einfach so zu machen ist, begann ich eben meinen kulinarischen Kurzurlaub in meiner Küche und mit "A Tavola": das Buch ist aufgegliedert in 7 Kapitel.
  • Antipasti
  • Pasta
  • Pizza
  • Verdure
  • Pesce
  • Carne
  • Dolci
Es bietet insgesamt 67 Rezepte, davon die meisten an die klassische italienische Küche erinnern. Christian Henze hat diese aber neu interpretiert und entstanden sind kreative Kreationen. Gefüllte Tomaten mit Caponata-Gemüse, lauwarmes Fenchelgemüse mit Bulger, geschmortes Barolohähnchen mit Kapern und Sardellen, Mandel-Tiramisu, geeister Espresso mit Milchschaum und Pinienkerncrêpes mit Ricotta-Creme und Himbeeren. Dazu verschiedene Varianten Pizza und Pasta... Herrlich! Jedes Rezept wird auf einer Doppelseite gezeigt und mit dem passenden Foto präsentiert. Die meisten Zutaten erhält man ohne Probleme im ortsansässigen Supermarkt und die Rezepte sind einfach und leicht verständlich geschrieben. "A Tavola" enthält alles, wofür Christian Henze auch sonst steht: keine Zutaten, die teuer oder schwer erhältlich sind, keine komplizierten Kochmethoden. Einfach und schnell, dabei noch lecker. "A Tavola" ist bestimmt nicht mein erstes und letztes Buch von Herrn Henze. Ein sehr sympathischer Koch, der uns mit diesem Kochbuch und den wundervollen Bildern auch Einblicke in sein Leben gewährt. Die echte Cucina Italiana für zu Hause...
Ich habe bereits einiges aus diesem Buch gekocht und ich kann nur sagen, dass alle Rezepte einwandfrei nach zu kochen waren und uns vom Geschmack überzeugt haben. Deswegen habe ich heute gleich 2 Rezepte aus diesem empfehlenswerten Kochbuch für Euch...


Pizzateig
500 g Weizenmehl, Type 405
120 g Hartweizengrieß
1/2 Tl Meersalz
1 Tl Zucker
10 g Trockenhefe

Alle Zutaten mit 400 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel vermischen und gut durchkneten. Den Teig an einem warmen, zugfreien Ort 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend den Teig nochmals gut durchkneten und dann den Teig 20 Minuten wieder an einem warmen und zugfreien Ort ruhen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche entweder zu einem Rechteck für en Backblech oder zu Kreisen ausrollen. Den Teig dann entsprechend des jeweiligen Rezepts weiterverarbeiten.


Knoblauchöl

2 Knoblauchzehen
1/4 Bio-Zitrone
1/2 rote Chileschote
5 El gutes Olivenöl
Meersalz

Knoblauch fein hacken und in einen Mörser geben. Das Gelb der Zitronenschale abschälen und fein würfeln. Die Chileschote entkernen und fein würfeln. Die Zitronenschale, die Chilischote, das Olivenöl und das Salz in den Mörser geben, alles zu einer Paste zerreiben und gleichmässig auf den Pizzen verteilen. ( Wer möchte, kann auch vorher noch Tomatensugo auf den Pizzen verteilen. Wir haben uns für die Bianchi-Variante entschieden...) Die Pizzen auf einem Backblech für 15- 20 Minuten in den auf mindestens 250°C vorgeheizten Backofen ( Ober-/Unterhitze, unterste Schiene) schieben.

Tip: Das Pizzabrot paßt auch hervorragend in die Grillsaison...


Dip

2 El Mascarpone
2 El Mayonnaise
2 El Condimento bianco
Salz, Pfeffer, Zucker

Alle Zutaten für den Dip in einem Rührbecher gut vermischen und abschmecken.



Hähnchen-Piccata mit 
Gorgonzola-Speck-Sauce

Für die Piccata:
4 Hähnchenbrustfilets
Salz, Pfeffer
4 El Weizenmehl
3 Eier
100 g Parmesan
3-5 El Olivenöl
1-2 El Butter

Für die Sauce:
150 g geräucherten Bachspeck
1 kleine Zwiebel
 1 Knoblauchzehe
1 Tl Weizenmehl
1/2 Tasse Weißwein
1/2 Tasse flüssige Sahne
3 El Gorgonzola
Salz, Pfeffer

Zum Anrichten:
Al dente gekochte Spaghetti

Die Hähnchenbrustfilets leicht flach klopfen und mit Salz und Pfeffer würzen. das Mehl, die verquirlten Eier und den fein geriebenen Parmesan getrennt in flache Schalen füllen und die Hähnchenbrustfilets erst im Mehl wenden, dann durch die Eier ziehen und abschließend gut mit dem Parmesan umhüllen. Das Olivenöl und die Butter in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und die Hähnchen-Piccata langsam goldbraun ausbacken.

Den Speck, die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Die Speckwürfel in einer Pfanne anbraten. dann die Zwiebel- und Knoblauchwürfel zugeben und diese ebenfalls anbraten. das mehr zugeben und gut verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Dann die Sahne aufgießen und die Sauce aufkochen. Danach den Gorgonzola unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Die Hähnchen-Piccata auf vorgewärmte Teller verteilen. Die al dente gekochten Spaghetti und die Gorgonzola-Speck-Sauce daneben anrichten.

Tip: Wem dieses Gericht durch die Gorgonzola-Speck-Sauce zu deftig wird, kann die Sauce auch durch ein Tomatensugo ersetzen.


Ciao, ciao Amici
und
Salut... Eure mellimille


Vielen Dank an Random House und den Südwest-Verlag, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Das Buch ist z.B.Hier erhältlich...

Sonntag, 10. Mai 2015

Ob Muttertag Ja oder Nein.... egal! Ein Törtchen muss sein: Beeren-Charlotte


Ihr lieben Mütter, Väter, Töchter und Söhne! Wie haltet ihr es denn mit dem heutigen Tag? Dem Muttertag? Ist es für Euch ein Feiertag gleich nach Weihnachten und Ostern? Oder steht ihr dem ganzen eher skeptisch/gelassen gegenüber? Müssen eigentlich am Muttertag immer die Kinder den Frühstückstisch decken? Muß auf den letzten Drücker noch die Blümchen an der Tankstelle geholt werden oder in der Frühe noch ein Gutschein ausgedruckt werden? 


Ich als Mutter sage "Nein". Ich brauche das Alles nicht. Ich brauche auch keinen bestimmten Tag, um von meinen Kindern gesagt zu bekommen, dass sie mich lieben. Das sagen sie mir sowieso jeden Tag auf's Neue und das muss auch nicht immer laut ausgesprochen werden. Es sind diese Kleinigkeiten.... wenn zum Beispiel meine Große mir nach der Arbeit sagt " Mama, setze Dich hin. ICH koche jetzt einen Pott Nudeln." oder wenn meine Kleine mir Gänseblümchen aus unseren Garten pflückt, diese mir entgegen streckt und sagt " Mama, nur für Dich!" ( Die Stängel dabei aber so kurz sind, dass wir sie als Mini-Seerosen in eine kleine Glasschale voll Wasser legen müssen...)
Wenn Beide in ihren Betten liegen und 100 mal "Gute Nacht, Mama!" rufen oder wenn sie neben mir auf der Couch liegen und sich vor lauter Lachen den Bauch halten, weil wir wieder gemeinsam Faxen machen und laut rufen " Mama, du bist echt Eine!" 



Auch meine Mama sieht den Muttertag eher etwas gelassen. Als ich sie diese Woche fragte, ob sie denn am Sonntag zum Kaffee trinken vorbeikommen wolle, antwortete sie nur: " Ich weiß doch auch so, das wir uns lieb haben!" Und Recht hat sie... Wir brauchen keinen bestimmten, uns auferlegten Tag um uns zu sagen, dass wir uns lieb haben oder um zu hören, dass wir geliebt werden. Es ist der Alltag, der uns zeigt wir sehr wir geliebt werden und gibt uns die Chance unseren Liebsten zu zeigen wie sehr wir sie lieben und wie sehr wir ihnen danken... Durch Gesten. Durch Blicke. Durch Kleinigkeiten... und sei es, dass man nur jeden Abend 5 Minuten miteinander telefoniert, um zu fragen wie es dem Anderen so geht und wie sein Tag war.



Nun ist der Muttertag halt eben ein Sonntag (wie jedes Jahr im Mai). Und weil es nun mal jeden Sonntag bei uns Kuchen gibt, wird es auch heute nicht anders sein. Ein leckeres Brombeere-Charlöttchen, dass bestimmt nicht nur am Muttertag schmeckt.....




Beeren-Charlotte
500 g Beeren-Mix (TK)
10 Blatt weiße Gelatine
150 g Mascapone
100 g Naturjoghurt (griechischer)
250 g Schmand
100 g Zucker
Saft von 1 Zitrone
300 g Schlagsahne
16 Löffelbiskuit
200 weiße Kuvertüre

Weiße Kuvertüre bei niedriger Temperatur in einem Topf schmelzen. Die Löffelbiskuit in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf einem Backpapier fest werden lassen. Einen Tortenring auf ca. 16 cm Ø einstellen und auf eine passende Tortenplatte stellen. Den Tortenring am besten mit Alufolie unten umwickeln, damit später die Masse nicht rausfliesen kann. Beeren auftauen lassen und anschließend pürieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Mascapone, Joghurt, Schmand und Zucker in einer Schüssel mit den Schneebesen des Handrührgerätes kurz aufschlagen. Mit dem Himbeerpüree und Zitronensaft verrühren. Gelatine ausdrücken, auflösen, vom Herd nehmen. 3–4 EL Beerencreme einrühren, alles zurück in die übrige Mischung rühren und kalt stellen. Sobald die Creme zu gelieren beginnt, Sahne steif schlagen und 
unterheben. Etwas Creme in die Mitte des Tortenringes geben und Löffelbiskuits, mit dem Zuckerrand nach außen, an den Rand stellen. Übrige Creme einfüllen, glatt streichen und ca. 4 Stunden kalt stellen. Charlotte herausnehmen, Tortenring abziehen und verzieren. Zum Beispiel mit Blüten, Beeren, ect...


Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag
und Salut... Eure mellimille

Freitag, 8. Mai 2015

*Rezension* 'Fabelhafte Blechkuchen' und feine Joghurt-Erdbeer-Schnitten


Der Mai, der Mai, der macht was er will.

Hallo meine Lieben! Ich weiß, ich weiß... Eigentlich ist es der Monat April, der macht was er will. Aber dieses Jahr übernimmt wohl der Wonnemonat Mai diese Rolle. Wenn man gerade denkt, jetzt könnte es wohl endlich sonnig und warm werden, kommt aber schon die nächste graue unf fiese Regenwolke um die Ecke. Dabei ist der Mai doch eigentlich mein Lieblingsmonat. Mit all seinen vielen Feiertagen, Spargelbuden an den Straßen und den ersten deutschen Erdbeeren.


Dieses Jahr lässt mich aber wohl mein Erdbeerbauer des Vertrauens im Stich. Keine Bude weit und breit zu sehen und die Erdbeerpflänzchen sind noch nicht sonderlich groß und beachtlich. Liegt es am Wetter? Oder hat mich mein Zeitgefühl geirrt? Egal, für's Erste habe ich einen neuen Erdbeer-Dealer gefunden. Er verlangt zwar mein halbes Vermögen für ein Schälchen praller, roter Früchtchen, aber die Zeit war reif für die ersten deutschen Erdbeeren auf unserem Tisch.


Für unseren Erdbeer-Hieper habe ich ein Rezept umgewandelt aus dem Backbuch 'Fabelhafte Blechkuchen' von Nina Andres, einer erfahrenen Kochbuchredakteurin. Blechkuchen gehören zu ihren Lieblingen, weil sie mit wenig Aufwand schnell gebacken werden können und für jede Gelegenheit und viele Gäste geeignet sind.


Vorschautext des Buches:
 Verführerisches für die Kaffeetafel

Blechkuchen sind die wahren Stars der Kuchenszene. In diesem Buch zeigen sie ihre ganze Vielfalt: Da gibt es die traditionelle Rezepte, die aber mit einem besonderen Extra Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die Festlichen, die jede Geburtstagstafel krönen und die Innovativen, die sich von einer völlig neuen Seite zeigen.



Mein Fazit über das Buch

Aufgeteilt ist das Buch in 4 Kategorien:
Mit Quark, Schmand und Sahne
Schokolade und nussig
Fruchtig und frisch
Verführerisch exotisch

Ausserdem gibt es noch einiges zum Nachschlagen wie zum Beispiel die Grundteigarten, Saucen als Begleiter oder Backzubehör. 
Insgesamt kommt das Buch mit 47 Rezepten und einer schönen Vielfalt an Blechkuchen daher. Zitronen-Sahne-Roulade, Bananenkuchen mit Limettenquark, Ingwerkuchen mit Schokoladen-Kokos-Haube, Pinien-Lavendel-Kuchen, Weintraubenkuchen,Marzipan-Feigen-Rolle und vieles Mehr wartet darauf gebacken und ausprobiert zu werden. Die Rezepte sind klar gegliedert und verständlich geschrieben. Auch Backanfängern verspricht das Buch, mit Erfolg backen zu können. Für die Rezepte braucht man keine exotischen, sondern nur ein paar handelsübliche Zutaten, bevor es mit dem Backen richtig los gehen kann. 
Die meisten Rezepte befinden sich mit einem einseitigen Bild auf Doppelseiten. Allerdings gibt es auch Rezepte mit dem Hinweis, dass das dazugehörige Bild auf einer anderen Seite des Buches zu finden ist. Ich finde, dies macht es etwas umständlich, auch wenn die Seitenzahl auf der man das Bild finden kann mit angegeben ist. Man blättert ständig hin und her, um zu sehen wie der Kuchen aussehen könnte.
Blechkuchen bieten so viel mehr als nur viele Gäste zu bewirten. Mal als einfacher Hefekuchen mit Obst, dann wieder als kleine Tortenstücke oder schokoladiger Rührkuchen. Für jeden Geschmack findet man in diesem Buch das passende Rezept. Wem ein ganzes Blech zu viel sein sollte, kann die Zutaten einfach halbieren. Das Backblech wird mithilfe einer mehrfach umgeknickten Alufolie halbiert. 
Für mich ein schönes Backbuch, das in mir wieder die Neugier und Lust auf Blechkuchen geweckt hat. Deswegen habe ich mich mich für das Joghurt-Himbeer-Schnitten-Rezept entschieden, dass aber wegen meinem oben bereits angedeuteten Erdbeere-Hieper zu Joghurt-Erdbeer-Schnitten umgewandelt wurden.


Joghurt-Erdbeer-Schnitten
Für den Teig:
1 unbehandelte Limette
300 g mehl
3 Tl Backpulver
180 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Mineralwasser
4 Eier

Für den Belag:
8 Blatt weiße Gelatine
1 Kg frische Erdbeeren
500 g Joghurt (10% Fett)
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
500 g Sahne
2 El Erdbeermarmelade


Zubereitung:
Backblech mit einem etwas höheren Rand oder mit Backrahmen ( ca. 28 x 38 cm ) leicht einfetten und mit Backpapaier auslegen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Limette waschen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Mehl mit Backpulver sieben, mit Limettenschale und -saft, Zucker und Vanillezucker vermengen. Mineralwasser und Öl unterrühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig vermengen. Den Teig auf das Backblech geben, glatt streichen und auf der mittleren Schiene im Backofen etwa 20 Minuten backen.
Für den Belag die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 900 Gramm Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und halbieren. Joghurt mit Zucker und Vanillezucker verrühren. Die Gelatine leicht ausdrücken und in wenig heißem Wasser auflösen. Mit 2-3 El der Joghurtarme verrühren und zurück in die gesamte Masse geben. Wenn die Creme dicklich wird, die Sahne steif schlagen und unterheben.
Den abgekühlten Teigboden mit Erdbeeren belegen, die Joghurtcreme darüber verteilen und glatt streichen. Den Kuchen kühl stellen.
(Backrahmen entfernen) Die restlichen Erdbeeren waschen, putzen und mit 2 El Erdbeermarmelade pürieren. Den Kuchen damit glasieren und nochmals kühl stellen.


Ein sehr feines, fruchtiges und frisches Geschmackserlebnis, das ich im Sommer auch einmal mit Himbeeren oder Zitronen testen werde.
(Wann wird es Sommer???)

Lasst es Euch schmecken
und
Salut... Eure mellimille


Danke an Random House und an den Bassermann Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Sonntag, 3. Mai 2015

Große Bananenliebe.... Banana-Split-Torte



Was für ein doofer und verregneter Start in den Mai. Und soll ich Euch was verraten?! Der Mai soll so bleiben.... mit einigen Tagen Ausnahme, aber wohl ein verregneter Monat. Was soll's??? Sind ja nur Muttertag, Kindergeburtstag, Pfingsten und der European Song Contest die es im Mai zu feiern heißt... Gutes Wetter wird einfach überbewertet, nicht wahr?!
Ach was soll's, wir holen uns einfach die Sonne selbst ins Haus. Mit dieser leckeren Banana-Split-Torte beamen wir uns gedanklich gleich ins nächste Eiscafé und spüren wie von selbst die Sonnenstrahlen um unsere Nasenspitzen kitzeln.


Entdeckt habe ich dieses Geschmackserlebnis auf einem kleinen Ostermarkt. Meine Familie und ich sind seitdem ein großer Fan dieser Bananentorte. Ich musste mich im internet ein wenig rum suchen und aus verschiedenen Rezepten habe ich dann diese Torte zusammen gebastelt, damit sie so schmeckt und aussieht wie wir sie auf dem kleinen Markt kennengelernt haben. Es war ein voller Erfolg und mit *Ahhhhh*'s und *Ohhhh*'s haben wir sie uns schmecken lassen. Vergessen das öde Wetter und das doofe Grau..... So schnell kann es gehen!


Banana-Split-Torte

Für den Teig:
4 Eiweiß
4 Eigelb
4 EL kaltes Wasser
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
180 g Mehl
1-2 TL Backpulver

Für die Füllung:
5 Bananen
½ Liter Milch
1 Pck. Puddingpulver, Vanille
80 g Zucker
6 Blatt Gelatine, weiße
3 Becher Sahne
3 Pck. Sahnesteif
3 Pck. Vanillezucker

Für den Guss:
150 ml Sahne
1 Vollmilchkuvertüre


Zubereitung:
Eiweiß und Wasser zu steifem Schnee schlagen. Dann den Zucker, Vanillezucker und die Eigelbe vorsichtig unterrühren, anschließend das Mehl und das Backpulver vorsichtig unter schlagen.
Den Teig in eine Springform (26 cm) geben und bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen. Den Boden auskühlen lassen. 

Die Milch, das Puddingpulver und den Zucker zu einem Pudding kochen. Die Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen, ausdrücken und in den noch heißen Pudding einrühren. Pudding abkühlen lassen.

Die Sahne, Sahnesteif und Vanillezucker mit dem Handmixer steif schlagen und unter die abgekühlte Puddingmasse rühren. Um den Boden einen Tortenring legen.Bananen schälen und längs halbieren und oben auf den Kuchenboden legen. Die Puddingmasse darauf verteilen. In den Kühlschrank stellen.

Die Kuvertüre fein hacken. Die Sahne und die Schokolade im Topf bei niedriger Temperatur erhitzen. Wenn der Guss beginnt fest zu werden, auf die gekühlte Torte gießen und glatt streichen. Im Kühlschrank noch mal kühlen lassen.



Kleine Anmerkung am Rande: Der Boden war uns etwas zu hoch und ich werde beim nächsten Backen die Menge für den Teig halbieren.
Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, das man diese Torte auch als Blechkuchen-Variante backen kann; dann würde ich es aber bei der oben genannten Teigmenge belassen.
Bestimmt schmeckt diese Torte auch mit Himbeeren oder Erdbeeren. Ich werde berichten...




Lasst Euch den wunderschönen Mai durch Petrus nicht vermiesen und macht das Beste daraus....
Salut... Eure mellimille

ichbacksmir tastesheriff


Donnerstag, 30. April 2015

Frühlingsfrische Mangoldtarte mit Schafskäse


Hallo meine lieben Frühlingshäschen. Geht es Euch so wie mir?! Kaum erreichen die Temperaturen die 20 Gradmarke und die Sonne scheint mehrere Stunden hintereinander, zieht es mich raus in den Garten. Da wird hier ein wenig gebuddelt, der Mann erhält einen riesigen Zettel mit Notizen für den Baumarkt und die Kinder können es kaum abwarten bis sich in unserem Hochbeet die ersten essbaren Leckereien blicken lassen. Und dieses Jahr mussten sie gar nicht so lange darauf warten, denn unser Mangold vom letzten Jahr schoß innerhalb der letzten Woche so schnell in die Höhe, dass wir nun Platz für die nächsten Blätter schaffen mussten.


Auf der Suche nach einem passenden Rezept im weiten Mangold-Internet-Universum blieb ich bei dieser Tarte hängen und änderte sie ein wenig nach unserem Gusto ab. Ich sag nur so viel: es ist wirklich interessant wie Kinder kiloweise Gemüse essen, wenn es nur richtig gut 'verp(b)ackt' ist. Diese Tarte habe ich gewiss nicht das Letztemal gemacht und werde es auch mal mit anderem Gemüse versuchen.


Mangoldtarte



1 x fertiger Blätterteig
500 g Mangold 
1 Stangen Lauch 
150 g Kirschtomaten 
2  Knoblauchzehen 
2 EL Olivenöl 
200 g Schafskäse 
3  Eier 
200 g Schmand
Salz 
Pfeffer aus der Mühle
Muskat frisch gerieben


Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.Den Mangold waschen, putzen und die harten Rippen entfernen. Die Blätter in Streifen schneiden. Den Lauch waschen und in Streifen schneiden. Die Tomaten waschen und trocken tupfen. Den Knoblauch abziehen und fein hacken.

In einem Topf das Öl erhitzen und den Knoblauch glasig schwitzen. Mangold und Lauch zugeben und für ca- 3-4 Minuten dünsten. Vom Herd ziehen und kurz abkühlen lassen. Den Schafskäse zerbröckeln. Die Eier mit der Crème fraîche verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und unter den Mangold mischen. Die Tomaten und den Schafskäse ebenfalls unterheben. Den Blätterteig in einer mit Backpapier ausgekleidete Springform auslegen. Den Teigrand dabei überlappen lassen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Mangoldmasse darauf verteilen. Den Teigrand darüber klappen und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen.


  • Ich hoffe, Euch gefällt mein Start in den Mai

    Salut... Eure mellimille


    Fruehjahrssause_kl